Bestimmung der Eigenschaften von Gesteinsschichten: UCS, Abrasivität und Verhalten der Gesteinsformation
Zusammenhang zwischen UCS und Cerchar-Abrasivität sowie den Leistungsgrenzen von Hartmetallzähnen
Der UCS (Unconfined Compressive Strength) definiert die Energiemenge, die zum Durchdringen des Gesteins erforderlich ist. Formationen mit einem UCS über 200 MPa erfordern speziell gestaltete Zahngeometrien, um ein Versagen des Gesteins zu verhindern. Der Cerchar-Abrasivitätsindex (Cerchar ABR) beschreibt die Abrasivität des Gesteins. Formationen mit hohem Quarzgehalt und einem ABR-Wert über 4 können eine dreimal höhere Abnutzung des Hartmetalls verursachen als weiche Schiefer. Die folgenden Leistungsgrenzen wurden anhand von Feld-Daten ermittelt:
UCS < 50 MPa: Herkömmliche konische Zähne ermöglichen eine effektive Spanbildung
UCS 50 – 150 MPa: Hartmetallspitzen werden verstärkt, um Druckbrüchen standzuhalten
UCS 150 MPa: Hochleistungslegierungen sind erforderlich, um Mikrospalling entgegenzuwirken
Diese Eigenschaften sind mechanischer Natur und begrenzen die Auswahl der Zähne. Zähne, die nicht korrekt auf die jeweilige Formation abgestimmt sind, führen zu einer Abnutzungsrate von 70 % und sind stark reduziert (Tunneling Journal, 2023).
Unterschiedliche Verschleißmechanismen in Schiefer-, Quarzit-, Kies- und gefrorenem Bodenschichten
Es gibt mehrere geologische Formationen, die jeweils eigene Verschleißmechanismen aufweisen:
Formation Verschleißmechanismus Auswirkung auf die Zähne

Schiefer Adhäsiver Verschleiß durch Abrasiva Karbidspitzen werden abgerundet
Quarzit Mikro-Schneidverschleiß durch Abrasiva Bruch der Zahnkanten und Rillenbildung
Kies Stoßbedingte Fragmentierung Bruch der Zahnkanten
Gefrorener Boden Thermische Ermüdung Verschleißbedingte Risse bei −20 °C
Der mikro-schneidende Verschleiß in Quarzit und die stoßbedingte Fragmentierung in Kies folgen einem groben, stossartigen Verschleiß. Der gefrorene Boden weist einen komplexen Verschleißmechanismus auf, da das Eis einen gemischten Boden festigt und eine grob mechanisch wirkende, stossartige Abriebwirkung erzeugt. Es ist wichtig, diese Mechanismen zu erkennen – insbesondere in Übergangsgebieten, wo sich Verschleißmuster überlagern und das Ausfallrisiko erhöhen können.
Auswahl von Kegelstiftzähnen nach Geometrie und Materialzusammensetzung
Kegelförmige Zähne sowie Serien BKH und BTK: Geometrie der Bohrkrone im Verhältnis zum Gesteinsverhalten bei Bruch und zur Gesteinsbelastung
Die Geometrie steht in direktem Zusammenhang mit dem Verhalten des Gesteins beim Bruch. Kegelförmige Zähne konzentrieren den Bruch, weshalb sie sich besonders gut zum Aufbrechen von sprödem, einheitlichem Gestein wie Schiefer eignen – also dort, wo eine gezielte Steuerung der Rissausbreitung erforderlich ist. Bei geschichteten Gesteinsschichten aus Quarzit und Schiefer bieten Zähne der BTK-Serie mit aufgeweitetem Fuß eine bessere Lastverteilung über größere Kontaktflächen und senken die punktförmigen Belastungsspannungen um bis zu 40 %, wie Feldstudien zeigen. Die BKH-Geometrien sind darauf ausgelegt, die Spanabnahme durch eine asymmetrische Schneidkante zu optimieren, und erreichen in hochabrasiven Schichten eine bis zu 18–22 % höhere Durchdringungsgeschwindigkeit. Bei homogenem Gestein eignen sich kegelförmige Zähne am besten; bei geschichteten Gesteinen mit unterschiedlichen seitlichen Belastungsbedingungen weisen die Zähne nach BTK-Design eine Schnittleistungseffizienz von 92 % auf.
Hartmetall vs. Hartmetall-beschichtete vs. legierter Stahl: Bewertung der Verschleißfestigkeit und Schlagzähigkeit für verschiedene Bodenbedingungen
Die Wahl eines Materials erfordert ein ausgewogenes Abwägen zwischen Verschleißfestigkeit und Schlagzähigkeit.
Materialtyp Am besten geeignet für Verschleißfestigkeit Schlagzähigkeit Einschränkungen
Hartmetall ist das langlebigste Material bei abrasivem Gestein und bietet eine 3,2-fach höhere Lebensdauer in kieselsäurereichen Formationen. Seine Sprödigkeit stellt jedoch ein Problem in dynamisch belasteten Umgebungen dar. Legierter Stahl ist am effektivsten bei gebrochenem, instabilem Gestein mit hervorragender Stoßabsorption, weist aber bei abrasiven Bedingungen eine Verschleißrate von 70 % auf. Gemäß der ASTM F2670-Prüfung für Aushubarbeitsgeräte bieten hartmetallbeschichtete Zähne den besten Kompromiss: Sie erreichen 85 % der Verschleißfestigkeit von Hartmetall und bieten gleichzeitig eine um 200 % höhere Stoßabsorption. In gefrorenem Boden reduzieren diese Beschichtungen die Vereisung um 30 % und bewahren ihre Schärfe auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

Feldvalidierte Kegelzahn-Auswahl: Von der geologischen Kartierung bis zur betrieblichen Leistung
SPT-N-, CPT-qc- und Bohrlochprotokolldaten werden entscheidend bei der Auswahl von Kegelzähnen
Eine wirksame Auswahl von Kegelzähnen beruht auf standardisierten geotechnischen Daten. Der Standard-Penetrationstest (SPT-N-Wert) quantifiziert den Widerstand des Bodens; der Konuspenetrationstest (CPT-qc) quantifiziert den Widerstand in bindigen Schichten an der Spitze, und das Bohrlochprotokoll bestätigt, welche Gesteinsart vorliegt sowie die Dichte, mit der sie bricht. Gemeinsam ermöglichen diese Daten ein prognostisches Modell für Verschleiß und Stoßbelastung und damit eine präzise, evidenzbasierte Auswahl statt einer versuchsbasierten Bereitstellung in heterogenen Schichten.
Fallbeispiel: 220 % verlängerte Einsatzdauer mit den Kegelzähnen BTK-47K in Quarzit-Schiefer-Wechsellagen bei 12 Autobahnprojekten.
Die betriebliche Validierung liefert Nachweise für die Auswirkungen datengestützter Zuordnung unter realen Bedingungen. Bei 12 Autobahnprojekten, die Quarzit-Schiefer-Wechsellagerungen durchquerten, erwiesen sich die BTK-47K-Bullet-Zähne als leistungsstärker als andere Alternativen und erreichten eine um 220 % verlängerte Einsatzdauer. Dieser Anstieg war auf die richtige Auswahl der Hartmetallqualität in Verbindung mit gemessenen Cerchar-ABR-Werten und einer geometrischen Optimierung der Übergänge zwischen den Schichten zurückzuführen. Die Ergebnisse zahlreicher Projekte an unterschiedlichen Standorten belegen die Zuverlässigkeit und breite Anwendbarkeit von Auswahlmodellen, die auf der regionalen Geologie basieren.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die ungespannte Druckfestigkeit (UCS)?
Die ungespannte Druckfestigkeit ist ein Maß dafür, welcher Druckbelastung ein Gestein ohne seitliche Einspannung standhalten kann. Die Berücksichtigung der UCS ist entscheidend, um die geeigneten Bullet-Zähne für das Eindringen auszuwählen.
Was ist der Cerchar-Abrasionsindex (Cerchar-ABR)?
Der Cerchar-ABR ist ein Maß für die Abrasivität von Gesteinsformationen. Er liefert Einblicke in den potenziellen Verschleiß von Hartmetallspitzen. Quarzreiche Gesteine weisen typischerweise einen höheren ABR (4) und damit ein höheres Verschleißrisiko auf.
Welche geometrischen Formen von Kugelzähnen sind verfügbar?
Die Geometrie der Kugelzähne – konisch, BTK-Serie oder BKH-Serie – ist speziell auf die jeweilige Gesteinsformation abgestimmt. Konische Zähne sind für spröde Gesteine ausgelegt; die BTK-Serie eignet sich für geschichtete Formationen, während die BKH-Serie sich am besten zum Durchdringen abrasiverer Schichten eignet.
Aus welchen Materialien bestehen Kugelzähne?
Kugelzähne bestehen aus Wolframcarbid, hartmetallbeschichteten Zusammensetzungen oder legiertem Stahl. Jedes Material bietet unterschiedliche Vorteile hinsichtlich Verschleißfestigkeit bei gleichzeitigem Abwägen der Schlagfestigkeit.
Wie erfolgt die Auswahl von Kugelzähnen anhand geotechnischer Daten?
SPT-N-Werte und CPT-qc-Werte sowie ergänzende Daten aus der Bohrlochdokumentation werden ausgewertet, um die Art des Verschleißes vorherzusagen, dem die Zähne durch das zu durchbohrende Gestein ausgesetzt sein werden; dabei wird das Niveau der Schlagenergie definiert. Diese Daten bestimmen die optimale Zahnwahl.
